Freie Christengemeinde Aachen - Hoffnung für Alle

Geschichte der Gemeinde in Aachen

Geschichte der Freien Christengemeinde in Aachen

Unsere Tradition als freie Gemeinde von Christen begann nicht gestern oder vorgestern, sondern geht auf den Anfang, die Evangelien und die Apostelgeschichte zurück. Jesus sammelte seine Jünger - zumeist einfache Leute -,  lebte ihnen das Evangelium vor und lehrte sie. Er wurde von der offiziellen, jüdischen Geistlichkeit den Römern zur Kreuzigung übergeben. Nach seiner Kreuzigung erschien er ihnen 40 Tage hindurch bis er zum Vater aufstieg.

Er ließ seine Nachfolger aber nicht alleine, sondern erfüllte die Verheißung des Vaters. Der Heiligen Geist kam zu Pfingsten auf sie herab. Nun sollten die Apostel, ja alle Jünger in die Welt hinausgehen, um das Evangelium zu verkünden. Die Verkündigung Jesu und auch seiner Jünger wurde begleitet mit Wundern und Zeichen, welches sie von den damals schon existierenden unzähligen Mysterienkulten und gnostischen Lehren unterschied. Überall bildeten sich durch die Wirksamkeit der Jünger - das waren damals alle, die sich zu Christus bekannten - Gemeinden. Durch die Apostelgeschichte, die Briefe und die Sendschreiben in der Offenbarung erhalten wir einen Einblick in das Leben der Christen: Gutes und Schlechtes wuchsen miteinander auf und Gott würde, wenn die Zeit reif ist, die Ernte geben. Leider entartete die christliche Kirche zur Staatskirche und begann Andersgläubige zu verfolgen. In dem Wahn das Reich Christi auf Erden sei schon angebrochen, wurden Menschen zwangschristianisiert, völlig entgegengesetzt zur Lehre Jesu. Viele aufrichtige Christen durch alle Zeiten hindurch widersetzten sich und bildeten neutestamentliche Gemeinden, die oftmals von der offiziellen Kirche als Sekten und Häretiker bezeichnet und aufs blutigste verfolgt wurden. Nestorianer, Donatisten, Paulizianer, Waldenser, Albigenser, Hussiten, Täufer, Mennoniten .... Ein lange Reihe von Namen könnte man aufzählen, die zwar vielleicht hier und da irrten, aber dem Evangelium meistens immer noch viel näher waren als die offiziellen Kirchen.

In der Tradition dieser Kirchen fühlen wir uns. Auch wir sind nicht die einzig wahre Gemeinde. Mit Beschämung müssen wir feststellen, wie weit wir in manchen Punkten vom Maß der Apostelgeschichte entfernt sind. Hiermit meine ich nicht zuvorderst die Gütergemeinschaft, die nur temporär war, und nicht auf Verordnungen basierte, sondern auf der Liebe der durch den heiligen Geist entzündeten Herzen, sondern ich meine die „mitfolgenden Zeichen und Wunder“. Auch wir empfangen die Taufe mit dem Heiligen Geist, reden in „Neuen Zungen“, legen die Hände auf und beten mit Kranken. Hin und wieder bekennt sich Gott dazu und es geschehen augenblickliche Heilungen, doch sind wir weit von dem entfernt, was Gott wirklich tun kann und will. Liegt der Grund zum Teil auch in der Situation unserer westlichen Wohlstandswelt, die zwar nicht frei ist von Problemen und Nöten, aber dennoch den Weg frei hält zu kompetenten menschlichen Helfern, so dass wir nicht mehr in der gleichen Direktheit auf die Hilfe dessen angewiesen sind - es zumindest meinen -, der allein alles in Seiner Hand hält. Ist es, dass wir nicht mehr mit jener Ausschließlichkeit und Radikalität Jesus nachfolgen, wie es jene taten, die den Raub ihrer Güter mit Freude erduldeten? Natürlich hören wir davon, dass sich die Apostelgeschichte der ersten Tage in jenen Ländern fortsetzt, in den die Christen verfolgt werden, in denen die Menschen allgemein kindlicher (im guten Sinne) dem Evangelium glauben als dies in unsere nüchternen von menschlicher Hybris und Wissenschaftgläubigkeit durchsäuerten „ersten“ Welt der Fall ist. Afrika, Südamika ja sogar China erleben gewaltige geistliche Aufbrüche. Die Gemeinde Jesu wächst und lässt sich nicht aufhalten.

Als Gemeinde arbeiten wir auf dem Boden der Schrift mit anderen Gemeinden und Kirchen zusammen. Wir sind auch den Menschen in den öffentlichen Kirchen nicht gram, dass sie uns hier und da, oft in Unkenntnis der Situation als Sektierer bezeichnen. Nicht selten liegt die Schuld gewiss auch bei uns. Es ist unsere Aufgabe, dem Evangelium so nachzufolgen, wie es geschrieben steht, ganz nach dem Satz: „Gott wird nicht die Menschen fragen, wenn er uns das Urteil spricht“. Luther hatte dafür den Ausdruck geprägt: „Sola scripura“. Die Bibel ist hinreichende Vermittlerin des Gotteswillens und braucht keine Veränderung durch Traditionen.

Schon die Kirchenväter beklagten, das Zurückgehen der geistlichen Gaben, besonders der Prophetie. Auf diesen Zustand hin befragt erwiderte Augustinus: „ ... wir haben aber die Gelehrsamkeit“!

An vielen Orten und zu vielen Zeiten erkannten aber Gläubige, dass diese, ihre Gelehrsamkeit im Reiche Gottes oft mehr schadet als nützt. Paulus verkündete das Evangelium nicht durch Worte der menschlicher Gelehrsamkeit, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes.

So flackerten, wo immer sich Menschen im Gebet dem Worte Gottes hingaben, urchristliche Zustände auf, die dann sehr oft durch die Feuerwehr der „geistlichen Obrigkeit“ gelöscht wurden, aber nie wirklich ganz verlöschten.

Zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert sahen sich viele Christen einem im größer werden Atheismus gegenüber. Der Rationalismus hatte landauf, landab in Kirchen Einzug gehalten. Reine „Kopfpredigten“ und trockene theologische Abhandlungen besonders in der protestantischen Christenheit konnten den geistlichen Hunger der Menschen nicht mehr ernähren. Noch viele andere Umstände führten dazu, dass sich mehr und mehr Gemeinschaften bildeten, die um echtes, göttliches Wirken beteten, um die Ausgießung des Heiligen Geistes. Stunden-, tage-, wochenlang wurde „gewartet“, gebetet, gefleht! Und tatsächlich, an verschiedenen Orten der Welt begannen Feuer christlicher Erweckung zu brennen. An so verschiedenen Orten, wie Whales, Indien, Kalifornien, Armenien, Russland, Polen, Ostpreußen, Norwegen, Schweden, Deutschland ...,  goss Gott von seinem Heiligen Geist aus, oft begleitet mit dem Reden in „Neuen Zungen“.

Dass auch zu dieser Zeit Unkraut mit auf sprosste, hat dann manche dazu verleitet, diese Ereignisse in Unkenntnis der Sachlage zu verspotten oder zu verdammen. Wenn´s anders wäre, wäre es auch sehr verwunderlich und würde nicht der „Tradition“ entsprechen.

Wir als Freie Christengemeinde wurden nach dem Krieg von Flüchtlingen aus Polen und Ostpreußen gegründet, die aus der oben erwähnten Erweckung hervorgingen.

Jede Gemeinde wird von Frömmigkeitsstilen her geprägt, die oft etwas mit der Herkunft undTradition ihrer Mitglieder zu tun haben. Man sollte die Tradionen achten, doch man sie niemals den Prinzipien der Heiligen Schrift gleichstellen oder sie gar darüber erheben. Sie dürfen nicht die Aussagen der Bibel überwuchern und verändern. Dies hatten, wie erwähnt, Martin Luther und die Reformatoren erkannt.

Leider wird dieser Fehler nicht nur von Amtskirchen gemacht. Menschliche Lehren, oder Sonderlehren von Gemeinschaftsgründern und Leitern werden mit dem Evangelium vermischt und schaffen künstliche Grenzen.

In unserer heutigen multikulturellen Gesellschaft bilden sich besonders in den Städten viele freie Gemeinden aus verschiedensten Herkunftsländern besonders aus Afrika,  aber auch Asien und Südamerika. Auch in unserem Gemeindehaus versammelt sich eine Latino Gemeinde und eine Tamilen Gemeinde. Wir wollen mit diesen unterschiedlichen Gruppen herzliche Gemeinschaft pflegen, so wie mit allen, die mit Ernst Jesus nachfolgen, unabhängig von ihrer Gemeinde-, bzw. Kirchenzugehörigkeit.

 

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